DeepL‑Studie: KI‑Einsatz und ‑Investitionen im Rechtssektor nehmen drastisch zu
Neue Studie über KI‑Trends im Rechtswesen der USA zeigt, dass 77 % der Organisationen ihre KI‑Ausgaben erhöht haben und 47 % KI im Arbeitsalltag für unverzichtbar halten
New York, USA, 25. August 2025 – Künstliche Intelligenz (KI) verändert die Rechtsbranche in rasantem Tempo. Fast die Hälfte (47 %) der Befragten einer aktuellen DeepL‑Studie hält KI in ihrem Arbeitsalltag für unverzichtbar, und über 96 % der Juristen bestätigen, dass sie bei ihrer Arbeit KI‑Tools einsetzen. Darüber hinaus geben 77 % an, dass ihre Organisationen die Ausgaben für KI im vergangenen Jahr erhöht haben, was den Anstieg an KI‑Investitionen und zunehmenden Einsatz in der gesamten Branche unterstreicht. Für diese neue Studie hat DeepL, ein weltweit führendes Unternehmen für KI‑Sprachtechnologie, kürzlich 1.000 Juristen aus den USA, die in Kanzleien, Unternehmen, öffentlichen Einrichtungen oder selbstständig tätig sind, zu den Auswirkungen von KI auf die Rechtsbranche befragt.
Die Ergebnisse sind eindeutig: Der Einsatz von KI im Rechtswesen nimmt immer weiter und immer schneller zu. Aus den Daten geht jedoch auch hervor, dass dieser Wandel mit steigendem Druck einhergeht: Rechtliche Risiken, angemessene Personalplanung und sprachliche Herausforderungen sind dabei nur einige Aspekte, die es zu bewältigen gilt. Im Folgenden werden die wichtigsten Themen und Erkenntnisse aus der aktuellen DeepL-Studie über die Auswirkungen von KI auf Juristenberufe zusammengefasst.
Der allgemeine Trend: KI ist nicht mehr wegzudenken
- KI hat sich im Rechtswesen längst als essenzielle Lösung etabliert: Ganze 96 % der Juristen nutzen KI‑Tools, und fast die Hälfte (47 %) gibt an, dass diese im Arbeitsalltag unverzichtbar sind.
- Die am häufigsten verwendeten KI‑Tools stammen aus den Bereichen Recherche und Statistiken, Allzweck‑KI, Vertragsprüfung/Dokumentenautomatisierung und KI‑Sprachtechnologie für Übersetzungen und Schreibassistenz.
- 77 % der Juristen geben an, dass ihre Organisation im vergangenen Jahr die Ausgaben für KI erhöht hat.
- Auch der Einsatz von KI nimmt in juristischen Organisationen rapide zu: Fast 46 % der Befragten berichten von einer flächendeckenden KI‑Nutzung in ihren Teams, während sich über 31 % auf Pilotprojekte oder einzelne Anwendungsfälle konzentrieren.
- Nur 4 % der Befragten verfolgen bisher keine Pläne zur KI‑Einführung, was einmal mehr den aktuellen Umfang der KI‑Verbreitung im Rechtssektor unterstreicht.
„Diese Ergebnisse spiegeln genau die Erfahrungen wider, die wir bei DeepL mit aktuellen und potenziellen Kunden aus der Rechtsbranche machen. Immer mehr Juristenteams möchten KI‑Tools einsetzen – in unserem Fall KI‑Sprachtechnologie –, um damit ihre täglichen operativen Herausforderungen zu bewältigen und ihre Effizienz zu verbessern. Dafür müssen die Tools jedoch bestimmte Sicherheits- und Compliance-Standards erfüllen“, so Frankie Williams, Chief Legal Officer bei DeepL. „Auch hier bei DeepL setzt unser Legal‑Team auf KI, um die Effizienz zu steigern. Beispielsweise haben wir einen Chatbot eingeführt, um routinemäßige und wiederkehrende Fragen zu Kundenverträgen sowie allgemeine rechtliche Fragen zu beantworten. Dadurch haben unsere Anwälte nun mehr Zeit für komplexere strategische Aufgaben. Wir nutzen auch DeepL Write, um die Qualität unserer internen und externen Kommunikation zu verbessern.“
KI als Antwort auf kostspielige Sprachprobleme
- Sprach- und Übersetzungsprobleme sind im Rechtsbereich allgegenwärtig. Über 85 % der Juristen geben an, dass Übersetzungsprobleme schon einmal ihre Arbeitsergebnisse beeinträchtigt haben.
- Von den Betroffenen mussten 39 % abrechenbare Stunden für die Korrektur von Fehlern abschreiben, 38 % hatten mit internen Ineffizienzen zu kämpfen, und bei 37 % haben sich schlechte Übersetzungen negativ auf Fälle, Geschäftsabschlüsse oder Klientenbeziehungen ausgewirkt.
- KI hat sich als beliebteste Methode für Übersetzungsprozesse im juristischen Bereich etabliert: 49 % der Juristen verwenden KI‑Allzwecktools, und 43 % setzen auf spezialisierte Tools wie DeepL.
- Trotz des zunehmenden Einsatzes von KI zur Bewältigung dieser Herausforderungen bestehen jedoch weiterhin Bedenken, darunter zu Sicherheits- und Compliance-Risiken (26 %), dem Verlust des rechtlichen oder kulturellen Kontextes (18 %) sowie inkonsistenter oder falscher Terminologie (18 %).
„Sprache und Kontext sind die Grundlage jeder juristischen Arbeit. Daher ist es sowohl interessant als auch wenig überraschend, dass sich Übersetzungen zu einem der wichtigsten Anwendungsfälle für KI in diesem Bereich entwickelt haben“, so André Barrow, Director of Legal Operations bei DeepL. „Wir bei DeepL wissen, dass es hierbei auf Präzision ankommt, und möchten Juristenteams mit KI‑Sprachtechnologie unterstützen, die ihren Anforderungen an Geschwindigkeit, Präzision und Sicherheit gerecht wird. Unsere Tools bieten Sicherheit der Enterprise-Klasse, beispielsweise DSGVO‑Compliance, Zertifizierung nach SOC 2 Typ II und vieles mehr, sodass Juristenteams nicht nur auf die Effektivität, sondern auch auf die Sicherheit und Compliance unserer KI vertrauen können.“
KI verändert Workflows, Personalplanung und Strategien
- Nahezu alle Befragten (über 99 %), die KI bei ihrer juristischen Arbeit einsetzen, bestätigen, dass die Technologie Auswirkungen auf ihre tägliche Arbeit hat. Nur weniger als 1 % sieht darin „keine Auswirkungen”:
- 59 % geben an, dass sie mit KI Routineaufgaben schneller erledigen können.
- 57 % haben sich neue Kompetenzen angeeignet, um effektiv mit KI zu arbeiten.
- 54 % haben nun mehr Zeit für strategische Aufgaben, die ihr volles juristisches Urteilsvermögen erfordern.
- 36 % müssen einfache Aufgaben seltener an Nachwuchskräfte delegieren.
- 42 % aller Befragten geben an, dass sie trotz gleichbleibender Mitarbeiterzahl mehr Arbeit erledigen können, und 37 % berichten von einer Umstellung auf feste Vergütung oder wertbasierte Abrechnung als Folge von KI.
Schatten‑KI ist weitverbreitet und weitgehend unkontrolliert
- Trotz weitverbreiteter Nutzung gibt die Mehrheit (71 %) der Juristen zu, KI ohne formelle Genehmigung zu verwenden, wobei 35 % dies sogar häufig tun.
- Unklare Richtlinien werden dabei nur von 24 % der Befragten als Hauptgrund genannt. Zu den wichtigsten Beweggründen zählen stattdessen Zeitdruck (35 %), unzureichende Funktionen genehmigter Tools (32 %) und Empfehlungen von Vorgesetzten oder erfahrenen Kollegen (30 %).
- Übersetzung ist nach wie vor einer der Hauptbereiche, in dem Schatten‑KI eingesetzt wird. So geben 38 % der Befragten an, dass sie für juristische Übersetzungen KI ohne Genehmigung verwenden.
Ausblick: Zukunft gestalten und Risiken bewältigen
- Weiterbildung und Vorbereitung stehen an erster Stelle: 42 % der Juristen nennen die Schulung ihrer Mitarbeitenden zu Ethik, Risiken und Compliance rund um KI als wichtigste strategische Priorität für 2025.
- Neue und innovative KI‑Tools gewinnen an Bedeutung: 65 % der Organisationen evaluieren derzeit autonome KI‑Lösungen (Agenten), und weitere 27 % planen, dies in naher Zukunft zu tun.
- Mit Blick auf die Zukunft wird KI als Treiber für Skalierung und Inklusion angesehen. Prognosen zufolge sollen KI‑Lösungen in den nächsten drei Jahren vor allem für folgende Zwecke zum Einsatz kommen: Kostensenkung und verbesserter Zugang zu Rechtsdienstleistungen (34 %), Recherche und Dokumentenprüfung rund um die Uhr (34 %), mehrsprachiger Support in Echtzeit (32 %) und neue KI‑gestützte Servicemodelle (31 %).
- Die größten Risiken, die für die nächsten drei Jahre erwartet werden, umfassen: Datenschutz- und Cybersicherheit (35 %), mangelnde Transparenz oder Erklärbarkeit bezüglich KI‑Entscheidungen (30 %), übermäßiger Verlass auf KI bei kritischen Entscheidungen (30 %) sowie KI‑Missbrauch oder ‑Halluzinationen bei Rechtsstreitigkeiten (30 %).
DeepL hat sich zur bevorzugten spezialisierten KI‑Sprachtechnologieplattform für viele Unternehmen weltweit entwickelt und verfügt über ein schnell wachsendes Netzwerk von über 200.000 Geschäftskunden, darunter auch führende Unternehmen der Rechtsbranche wie Taylor Wessing, LegalOn Technologies und viele mehr. Weitere Informationen über die DeepL‑Plattform und ihre Vorteile für Juristenteams sind unter www.deepl.com/industries/legal-and-professional verfügbar.
Methodik
Für diese Studie hat Censuswide im Auftrag von DeepL 1.000 Juristen in den USA befragt. Die Befragung wurde im Juni 2025 durchgeführt. Censuswide hält sich an die Grundsätze der Market Research Society, die sich an den ESOMAR‑Grundsätzen orientiert, und beschäftigt Mitglieder der Organisation.
Über DeepL
DeepL unterstützt Unternehmen auf der ganzen Welt dabei, Sprachbarrieren zu überwinden. Mehr als 200.000 Geschäftskunden sowie Millionen von Einzelnutzern in 228 Märkten weltweit vertrauen bereits auf die KI‑Sprachtechnologie von DeepL, mit der sie natürlich klingende Übersetzungen erstellen, mehrsprachige Meetings und Gespräche führen und Texte optimieren können. Die KI‑Sprachlösungen von DeepL bieten ein Höchstmaß an Sicherheit und helfen Unternehmen auf der ganzen Welt dabei, ihre geschäftliche Kommunikation zu verbessern, neue Märkte zu erschließen und die Produktivität zu steigern. Heute zählt das 2017 von CEO Dr. Jaroslaw (Jarek) Kutylowski gegründete Unternehmen über 1.000 engagierte Mitarbeitende und wird von international renommierten Investoren wie Benchmark, IVP und Index Ventures unterstützt.